von Corinne Suter | Mai 24, 2025 | Allgemein
Neulich hatte ich Klassentreffen. Es war eines dieser Treffen, bei denen man in Erinnerungen schwelgt, lacht, staunt – und plötzlich mit alten Fragen konfrontiert wird, die einen tiefer berühren, als man erwartet hätte.
Zwei Männer aus unserer damaligen Klasse waren da, und sofort kamen mir Bilder aus unserer Schulzeit in den Kopf. Damals hätte man sie wohl als Störenfriede oder Problemkinder bezeichnet. Sie hatten viele Flausen im Kopf, das stimmt. Aber was mich heute beschäftigt, ist nicht, dass sie auffällig waren – sondern wie mit ihnen umgegangen wurde.
Ich erinnere mich an einen Lehrer, der eine besondere Art hatte, uns zu motivieren: In seinem Pult lagen immer 10 bis 20 Tafeln Schokolade – und wenn wir gut mitmachten, gab es eine süße Belohnung. Mal ehrlich: Wie cool war das eigentlich?
Aber derselbe Lehrer konnte auch anders. Wenn ihm etwas zu viel wurde, warf er seinen Schlüsselbund durch den Raum. Und einmal rief er zwei kräftige Schüler zur Hilfe, um jemanden aus dem Unterricht zu entfernen – der sich an allem festhielt, was in Reichweite war. Er wollte nicht gehen. Und doch wurde er rausgetragen.
Heute frage ich mich: Musste das so sein? Hat man damals das Kind gesehen – mit seinem Potenzial, mit seiner Geschichte, mit seinen Gefühlen? Oder war er einfach „nur“ der Störenfried?
Ich glaube, wir alle tragen solche Szenen in uns – ob wir Zuschauer:innen waren, Betroffene oder still Mitfühlende. Und oft sind es nicht nur die offensichtlichen Konflikte, sondern das, was nicht gesagt, nicht gefragt, nicht gefühlt wurde, das nachwirkt.
Diese Fragen lassen mich nicht mehr los. Denn ich sehe, wie sehr uns solche Erlebnisse prägen – ein Leben lang. Der eine steckt es vielleicht besser weg. Der andere weniger. Aber diese Momente graben sich ein. Und ich frage mich: Welche Spuren wollen wir als Erwachsene hinterlassen?
Ein Impuls – kein Urteil
Was wäre, wenn wir beginnen würden, nicht nur das Verhalten eines Kindes zu sehen, sondern das Bedürfnis dahinter?
Was wäre, wenn wir in einem „Problemkind“ nicht das Problem sehen würden – sondern ein Kind, das aus Überforderung, Unsicherheit oder innerem Schmerz heraus handelt, weil es keinen anderen Weg kennt?
Und was wäre, wenn wir als Erwachsene nicht sofort reagieren müssten, sondern zuerst hinfühlen dürften?
Ich glaube fest daran: Jeder Mensch – ob Kind oder Erwachsener – verdient es, mit Würde gesehen zu werden. Nicht nur als Teil eines Systems, sondern als Mensch mit einer Geschichte.
Und jetzt?
Diese Gedanken lassen mich nicht nur nachdenklich, sondern auch neugierig zurück. Ich möchte tiefer eintauchen – Gespräche führen mit genau diesen Menschen, die damals auffällig waren.
Ich will wissen: Was haben sie erlebt? Was hätten sie gebraucht? Was wirkt bis heute nach?
Daraus soll mehr entstehen. Vielleicht eine Methode. Vielleicht ein neuer Blick auf alte Muster. Sicher aber: Ein Beitrag zu mehr Menschlichkeit in schwierigen Momenten.
Wenn du ähnliche Gedanken trägst oder selbst Erfahrungen gemacht hast – schreib mir. Vielleicht ist dein Impuls der nächste, der gehört werden will.
Für Eltern, die tiefer gehen möchten
Wenn dich dieser Beitrag berührt hat und du dich fragst, wie du dein eigenes Kind in schwierigen Momenten wirklich sehen und begleiten kannst, dann habe ich etwas Wertvolles für dich:
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Ein liebevoll gestaltetes Workbook mit Reflexionsfragen, Übungen und sanften Impulsen – für Eltern, die neue Wege gehen möchten.
„Nicht das Verhalten des Kindes steht im Vordergrund – sondern der Blick auf seine Kraft, Würde und Einzigartigkeit.“
Du findest den Selbstlernkurs auch in meinem Shop unter: www.rauna.ch
von Corinne Suter | Mai 16, 2025 | Allgemein
Heute durfte ich eine kraftvolle Erfahrung machen, die mich zutiefst berührt hat.
Ich durfte erkennen, wie Stolz und Minderwertigkeit über Generationen hinweg in meiner Ahnenlinie weitergetragen wurden – immer von Vater zu Sohn. Und heute wurde mir bewusst:
Ich bin die erste Frau, die diesen Kreis durchbricht.
Was mich besonders bewegt:
Ich verwende das Wort „stolz“ so oft in meiner Arbeit – und ich spüre, wie sich dieser Stolz ganz anders anfühlt.
Er kommt nicht aus dem Ego,
nicht aus dem Wunsch, besser zu sein,
nicht aus einer Schutzmauer.
Er kommt aus meinem Herzen.
Er erhebt nicht mich, sondern euch,
weil ich euch in eurer Kraft sehe und anerkenne.
Und doch gibt es auch diesen anderen Anteil – die leise Stimme, die manchmal flüstert:
„Bin ich genug?“
Vielleicht kennst du dieses Gefühl auch.
Vielleicht spürst du es gerade auf deinem eigenen Weg.
Und vielleicht hilft dir genau dieser Gedanke, der mich heute so tief getroffen hat:
Was, wenn dieser Minderwert gar nicht dein Gefühl ist, sondern ein altes Erbe, das du jetzt wandeln darfst?
Ich lade dich ein, dich heute einmal still zu fragen:
„Wem gehört dieses Gefühl wirklich?“
„Was braucht es von mir, um sich gesehen zu fühlen?“
Möge diese Reflexion auch dich daran erinnern,
dass du genau richtig bist,
genau jetzt,
genau hier.
In tiefer Demut,
Corinne
…und danke liebe Eliane dass du dies sichtbar gemacht hast und sich der KREIS schliesst!
von Corinne Suter | Mai 14, 2025 | Allgemein, Kinder & Familie
Vielleicht hast du den Begriff „Ahnenarbeit“ auch schon gehört – irgendwo aufgeschnappt, vielleicht in einem Gespräch oder einem Buch. Für mich klang das lange nach etwas Fremdem. Irgendwie weit weg. Ich wusste nicht genau, was damit gemeint ist, und konnte mir ehrlich gesagt wenig darunter vorstellen.
Und doch habe ich nach und nach verstanden: Es geht gar nicht um etwas Abgehobenes oder Besonderes. Es geht um etwas ganz Konkretes. Etwas, das in jedem von uns wirkt – jeden Tag, vor allem wenn wir Eltern sind.
Wir geben mehr weiter, als wir denken
Wenn wir Kinder begleiten, geben wir automatisch Dinge weiter. Nicht nur Werte, sondern auch Erfahrungen, Sichtweisen, Glaubenssätze – vieles davon stammt nicht nur von uns selbst, sondern auch von denen, die vor uns waren: unseren Eltern, Großeltern und noch weiter zurück.
Manchmal merken wir das sofort:
„Ich klinge plötzlich wie meine Mutter!“
Oder: „So wollte ich doch eigentlich gar nicht reagieren.“
Und manchmal läuft es ganz leise im Hintergrund – wie ein alter Film, den wir nicht bewusst ausgewählt haben, der aber trotzdem läuft.
Ahnenarbeit – alltagstauglich erklärt
Für mich bedeutet Ahnenarbeit nicht Räucherstäbchen oder Rituale. Sondern: innehalten, hinschauen, verstehen.
Fragen wie:
- Warum reagiere ich in bestimmten Situationen so?
- Was habe ich als Kind gehört, geglaubt oder vermisst – und wie beeinflusst das mein Verhalten als Mutter oder Vater heute?
- Was davon möchte ich bewusst weitergeben – und was nicht?
Das ist für mich der Kern von Ahnenarbeit. Sie beginnt genau hier, in unserem Alltag. Beim Streit am Küchentisch, beim Trösten, beim Entscheiden, wie wir unsere Kinder begleiten wollen.
Ein Beispiel aus der Praxis: Das Geldthema bewusst wandeln
Ein Kunde hat mir einmal seine Lebensgeschichte erzählt. Er wuchs in einer großen Familie auf, in der das Geld immer knapp war. Es reichte gerade so zum Leben – Rücklagen gab es keine. Wenn es eng wurde, halfen Verwandte mit einem Darlehen aus.
Als Kind war das prägend: Die Familie gönnte sich nichts, die Kinder mussten früh mit anpacken. Geld war kein neutrales Thema – es war ein ständiger Begleiter, ein Schatten im Hintergrund. Sicherheit war etwas, das man sich hart erarbeiten musste.
Später wählte er bewusst einen Beruf, der ihm einen guten Lohn einbrachte. Doch statt Wertschätzung zu erhalten, erntete er von seiner Herkunftsfamilie oft nur ein müdes Lächeln – selbst dann, wenn er ihnen half, über die Runden zu kommen.
Irgendwann traf er eine Entscheidung: Er kaufte ein Grundstück – gegen den inneren Widerstand, gegen alle Zweifel, gegen die alten Stimmen. Dieses Grundstück wurde zum Wendepunkt. Er baute sein Eigenheim, gründete eine Familie und legte den Grundstein für ein erfülltes, finanziell stabiles Leben.
Seine Kinder wuchsen unbeschwert auf. Für sie war Geld nie ein ständiges Thema. Sie fanden ihren Weg – frei, unabhängig, vertrauensvoll. Ich würde sogar sagen: sehr erfüllt.
Aber was hat das mit Ahnenarbeit zu tun?
Ganz einfach: Er hat sich entschieden, etwas zu verändern. Er hat den Kreislauf unterbrochen. Nicht aus Wut oder Ablehnung, sondern aus Klarheit. Er hat daran geglaubt, dass es auch anders gehen darf – und diesen neuen Glauben hat er weitergegeben.
Das ist für mich gelebte Ahnenarbeit:
Nicht an den alten Mustern festhalten, sondern erkennen, dass sie da sind – und sich dann bewusst fragen:
Was möchte ich davon weitertragen? Und was darf hier enden?
Zum Mitnehmen
Reflexionsfrage:
Welche Gedanken oder Glaubenssätze über Geld, Beziehungen oder das Leben hast du von deiner Familie übernommen – und welche davon möchtest du vielleicht heute neu wählen?
Affirmation:
Ich bin frei, meinen eigenen Weg zu gehen – liebevoll verbunden mit der Vergangenheit, und bewusst gestaltend in der Gegenwart.
Gedanke zum Schluss:
Vielleicht magst du dir einfach einmal überlegen, wo du bereits Ahnenarbeit geleistet hast, ohne es bewusst zu wissen. Oft verändern wir etwas in unserem Leben, treffen Entscheidungen, die sich ganz natürlich anfühlen – und dabei lösen wir ganz nebenbei alte Muster.
Du darfst selbst entscheiden, was du deinen Kindern mit auf den Weg gibst – und was nicht.
Doch mir ist eines besonders wichtig zu betonen:
Es geht nicht darum, jetzt alles perfekt aufzuarbeiten, damit unsere Kinder ein völlig unbeschwertes Leben haben. Das ist gar nicht möglich – und auch nicht nötig.
Wir geben unseren Kindern immer etwas mit. Das liegt in der Natur des Lebens. Aber wenn du bereit bist hinzuschauen, was für dich heute hinderlich ist – und es für dich veränderst –, dann hast du bereits unglaublich viel getan.
Und genau darin liegt die Kraft: Nicht im Perfektsein, sondern im bewussten Wandel.
von Corinne Suter | Mai 14, 2025 | Allgemein
Wie sollen Kinder wissen, was sie werden wollen, wenn sie nichts ausprobieren dürfen?
Immer wieder höre ich, wie Jugendliche sagen:
„Ich weiss gar nicht, was ich später mal machen möchte.“
Vielleicht hast du das auch schon erlebt – als Mama, als Papa, als Lehrperson, als Coach, als jemand, der junge Menschen begleitet.
Und vielleicht hast du dich auch schon gefragt:
Warum ist das eigentlich so?
Ich habe mich zurückerinnert, wie das bei mir war.
Ich durfte so vieles ausprobieren – einfach, weil es möglich war.
Ich habe mit meinen Gspänli Fenster geputzt, mit der Puppenküche gekocht, Büro gespielt, gemalt, gebastelt, genäht, Computer auseinandergeschraubt, Sport gemacht, einen Babysitterkurs absolviert, bin reiten gegangen und so vieles mehr.
Ich hatte die Freiheit, zu erleben, zu scheitern, zu entdecken, was mir liegt – und was eben nicht.
Und irgendwie wusste ich dadurch auch, was ich später mal machen möchte.
Nicht, weil ich es mir überlegt habe, sondern weil ich es gefühlt und erlebt habe.
Heute sehe ich oft das Gegenteil.
Kinder werden immer früher in enge Bahnen gelenkt.
Von aussen kommen schnell Sprüche wie:
„Das bringt doch nichts.“
„Dafür bist du noch zu klein.“
„Mach lieber etwas Sinnvolles.“
Und so bleiben viele Möglichkeiten ungenutzt.
Weil das Leben für Kinder oft schon so eng geworden ist.
Dabei lernen wir nicht durchs Nachdenken, was wir gut können – sondern durchs Tun, Erleben, Scheitern und Dranbleiben.
Vielleicht dürfen wir als Erwachsene unseren Kindern wieder mehr Erfahrungsräume schenken.
Ihnen zumuten, sich selbst zu entdecken.
Sie ermutigen, Fehler zu machen.
Und ihnen vertrauen, dass ihr Weg sich im Tun zeigt – nicht im Grübeln.
Denn genau das ist es, was Kinder brauchen:
Erfahrungen, die ihnen zeigen, was sie können – und was vielleicht auch nicht.
Nicht jede Erfahrung muss „sinnvoll“ oder „nützlich“ sein.
Manchmal sind es genau die kleinen, verrückten oder scheinbar belanglosen Dinge, die später den Unterschied machen.
Lassen wir unsere Kinder wieder entdecken, spielen, ausprobieren.
Denn genau da – im Tun, im Leben selbst – entsteht Orientierung.
Und wer weiss: Vielleicht entdecken sie dabei sogar Fähigkeiten, von denen wir als Erwachsene gar nicht zu träumen wagen.
Und jetzt zu dir:
Was durftest du als Kind alles ausprobieren? Und was davon hat dich vielleicht bis heute geprägt?
von Corinne Suter | Mai 14, 2025 | Allgemein
Kennst du das auch?
Du stehst vor einer Entscheidung. Du spürst einen Impuls, gehst einen Schritt… und irgendwann kommt der Moment, in dem du dich fragst:
War das jetzt richtig? Oder vielleicht doch falsch?
Genau da steckte ich.
Ich habe angefangen zu zweifeln.
Hab mich gefragt, ob ich etwas übersehen habe.
Ob ich zu weit gegangen bin.
Ob ich vielleicht jemanden verletzt habe.
Ich habe das Ganze gedreht und gewendet, darüber gesprochen, nachgefragt… und je nachdem, mit wem ich gesprochen habe, fühlte es sich mal so und mal so an. Mal richtig, mal falsch.
Kennst du dieses Hin und Her? Es kann einen ganz schön durcheinander bringen.
Irgendwann habe ich mich gefragt:
Warum habe ich eigentlich so gehandelt?
Und ich habe gemerkt:
Ich habe auf mein Gefühl gehört.
Auf das, was sich in diesem Moment für mich stimmig angefühlt hat.
Und ich darf genau das weiter üben: Mich zu trauen, meinem eigenen Weg zu vertrauen – auch wenn der nicht immer von allen verstanden wird.
Heißt das, dass mein Weg der „richtige“ für alle ist?
Ganz sicher nicht.
Denn jede:r von uns hat andere Themen, andere Geschichten, andere Lernfelder.
Aber was ich kann – und immer wieder von Herzen gerne tue – ist:
Mit dir hinschauen.
Mit dir nachspüren.
Fragen stellen.
Dich bestärken in dem, was für dich stimmig ist.
Denn eins habe ich gelernt:
Den eigenen Weg zu gehen, braucht oft Mut.
Und wenn da jemand an deiner Seite ist, der an dich glaubt – dann wird es so viel leichter.
Und jetzt zu dir:
Wann hast du das letzte Mal auf dein Gefühl vertraut, obwohl du nicht wusstest, ob es richtig oder falsch ist?
von Corinne Suter | Mai 6, 2025 | Allgemein, Human Design, Kinder & Familie
Es war ein scheinbar kleiner Moment: Ich saß an meinem Schreibtisch, eigentlich wollte ich an einem neuen Angebot arbeiten – und doch starrte ich nur auf den Bildschirm. Ein innerer Druck machte sich breit: Mach endlich, sei produktiv, du musst liefern! Und gleichzeitig diese leise Stimme in mir: Aber es fühlt sich gerade nicht stimmig an.
Früher hätte ich mich gezwungen. Reingepresst in einen Plan, der zwar effizient wirkte, aber mich innerlich oft leer zurückließ. Heute weiß ich: Genau in solchen Momenten spricht mein inneres Navigationssystem zu mir. Und ich habe gelernt, ihm zuzuhören – dank Human Design.
Als ich zum ersten Mal mein eigenes Chart sah, war ich fasziniert – aber auch etwas überfordert. Linien, Zahlen, Kanäle, Tore… Was bitte soll das alles bedeuten? Doch je mehr ich mich einließ, desto klarer wurde das Bild. Ich erkannte mich darin wieder. Nicht nur oberflächlich, sondern tief im Innersten.
Ich bin Manifestierende Generatorin mit sakraler Autorität. Was das heißt? Es bedeutet unter anderem, dass ich Energie habe – viel sogar – aber sie will richtig eingesetzt sein. Ich bin nicht dafür gemacht, mich durchzubeißen oder im Kopf Entscheidungen zu treffen. Mein Körper weiß es längst. Mein Bauchgefühl ist mein Wegweiser.
Dieser Moment am Schreibtisch war kein Scheitern. Es war eine Einladung, auf mein Inneres zu hören. Statt mich zu zwingen, habe ich losgelassen. Und ein paar Stunden später – plötzlich und mühelos – floss der Text, die Idee, die Klarheit. Weil ich gewartet habe, bis mein Inneres Ja gesagt hat.
Human Design ist für mich kein weiteres Konzept. Es ist ein Schlüssel. Ein Werkzeug, um mich selbst zu verstehen – und anderen in ihrer Einzigartigkeit zu begegnen, ohne Schablonen.
Besonders berührt hat es mich, als ich die Charts meiner Kinder angeschaut habe. Nicht, weil ich sie plötzlich mit anderen Augen sah – sondern weil ich mich selbst in meiner Intuition bestätigt fühlte. Ich habe meine Kinder von Anfang an nicht „erzogen“, sondern begleitet. Ich habe beobachtet, hingespürt, auf ihre innere Wahrheit geachtet. Und plötzlich hatte ich Worte für das, was ich längst gelebt habe.
Human Design schenkt mir eine Sprache für das, was ich tief in mir schon immer wusste: Jedes Kind ist anders. Nicht falsch, nicht schwierig – sondern einzigartig designt.
Mein Sohn trägt eine tiefe Lebensfreude in sich, wenn er dem folgen darf, was ihn wirklich begeistert. Ich sehe, wie er aufblüht, wenn er etwas aus sich heraus mit voller Energie tun darf – nicht, weil er muss, sondern weil es in ihm ein klares Ja gibt. Diese innere Lebenskraft ist sein Motor – und sie leuchtet, wenn ich ihm Raum gebe, auf seine Art voranzugehen.
Meine Tochter dagegen hat eine ganz andere Präsenz. Sie braucht keinen Trubel, sie braucht Tiefe. Sie sieht Dinge, die andere oft übersehen. Manchmal wirkt sie zurückhaltend, dabei nimmt sie unglaublich viel wahr. Sie liebt es, eingeladen zu werden – gesehen zu werden für das, was sie ist, nicht für das, was sie tut. Und wenn ich ihr diese Anerkennung schenke, kommt ihre Weisheit auf so natürliche Weise zum Vorschein.
Beide sind genau richtig, wie sie sind – und es ist ein Geschenk, sie dabei zu begleiten, ihre eigene Kraft zu entdecken. Für mich ist Human Design kein „Erziehungstool“, sondern eine Einladung: genau hinzuschauen, zu verstehen, was Kinder wirklich brauchen – und dabei auch sich selbst wiederzufinden.
Impuls zum Mitnehmen:
Gibt es etwas, das du bei deinem Kind immer gespürt hast, aber nie richtig benennen konntest?
Vielleicht ist es an der Zeit, dieser inneren Stimme zu vertrauen – und ihr eine neue Sprache zu schenken.
Wenn dich das Human Design berührt – so wie mich – begleite ich dich gern dabei, es für dich selbst oder dein Kind zu entdecken.
Ich gestalte liebevolle Workbooks, biete einen Human Designkurs für Einsteiger:innen und begleite Familien auf ihrem individuellen Weg.
Alle Infos findest du auf www.rauna.ch – vielleicht ist genau das der Impuls, auf den du gewartet hast.
von Corinne Suter | Mai 5, 2025 | Allgemein
Das Leben ist kein Ponyhof – aber ich mach ’ne Pferderange draus
Ich nehme wahr, dass viele Menschen sich denken:
„Die sieht immer alles so positiv. Aber das Leben ist nicht so. Nicht bei mir.“
Vielleicht ist es dir selbst schon mal so gegangen:
Du liest einen Impuls, einen Text, einen Gedanken – und denkst dir:
„Ja, schön und gut … aber im echten Leben läuft’s eben anders.“
Und genau hier sage ich:
Nein. Sorry.
Es kann wirklich so sein.
Nicht, weil das Leben immer leicht ist –
sondern weil du wählen kannst, wie du ihm begegnest.
Du musst nicht daran glauben, dass alles perfekt ist.
Aber du darfst daran glauben, dass du es gestalten kannst.
Dass du nicht auf einem Ponyhof lebst –
sondern auf einer Pferderange, die du selbst erschaffen hast.
Mit Wind, Weite, Staub an den Stiefeln und deinem eigenen Rhythmus.
Ich bin überzeugt:
Unser Geist – unser Vorstellungsvermögen – ist viel mächtiger, als wir oft glauben.
Es gibt diesen Satz: „Glaube versetzt Berge.“
Und ja, im ersten Moment denkt man vielleicht: „Ja genau …“
Aber wenn du beginnst, es im Kleinen zu probieren –
wenn du dich auf den Weg machst mit deinem Herzen vorneweg –
dann wirst du merken:
Es funktioniert.
Nicht immer sofort.
Aber Schritt für Schritt.
Ich möchte dir auch mit auf den Weg geben:
Es braucht immer eine Prise Vertrauen.
Und eine Portion Geduld.
Aber wenn ich zurückblicke, sehe ich lauter Erfolge, Wunder und Wünsche, die in Erfüllung gingen.
Weil ich drangeblieben bin.
Weil ich meine Range gebaut habe – auf meine Art.
Und das wünsche ich dir von ganzem Herzen:
Dass du deine eigene Pferderange baust.
Wild. Frei. Und voller Leben.
Abschlussimpuls für dich:
Affirmation:
Ich glaube an mich und mein inneres Bild – Schritt für Schritt wird es Wirklichkeit.
Reflektionsfrage:
Wenn du heute einen kleinen ersten Zaun einreißen könntest – welcher wäre es?
von Corinne Suter | Mai 5, 2025 | Allgemein
Ich frage mich in letzter Zeit oft:
Weshalb geht es mir eigentlich so gut? Warum klappen meine Projekte? Und wieso scheint mir das Glück so oft zur Seite zu stehen?
Je tiefer ich dieser Frage nachgegangen bin, desto klarer wurde mir:
Ich vertraue meiner Intuition. Bedingungslos.
Klingt einfach – ist es aber nicht immer.
Ich war kürzlich an einer Weiterbildung, in der wir Lebensmittel energetisch ausgetestet haben.
Zum Beispiel: Gibt mir Kaffee Energie? Oder rohe Karotten?
In den Lehrmitteln stand: Karotten – sehr unterstützend. Kaffee – eher kritisch.
Und ich? Ich habe beides getestet – ehrlich, intuitiv.
Das Ergebnis: Kaffee ja. Rohe Karotten nein.
(Es war sogar exakt so, wie ich es schon mein Leben lang gespürt hatte.)
Schon als Kind mochte ich rohe Karotten nicht. Sie verursachten Bauchweh – außer, wenn sie mit etwas Öl vermischt waren. Und beim Kaffee? Ich spüre genau, wann mein Körper ihn möchte. Und dann ist es auch richtig so.
Was mir dieser Moment gezeigt hat:
Ich kann meinem Gefühl zu 100 % vertrauen.
Und: Was für mich stimmig ist, muss nicht für andere gelten – und umgekehrt.
Was hat das mit Glück und Eigenverantwortung zu tun?
Wenn ich mir selbst vertraue, gehe ich meinen Weg – auch dann, wenn er nicht dem entspricht, was „man“ tut.
Das heißt nicht, dass dieser Weg immer leicht ist. Es gibt Hürden, Zweifel, Umwege.
Aber weil ich weiß, dass es mein Weg ist, gehe ich ihn weiter.
Und jede Erkenntnis, jede Herausforderung schenkt mir neue Kraft und Klarheit.
Genau das ist für mich Eigenverantwortung.
Nicht Kontrolle. Nicht Perfektion.
Sondern die bewusste Entscheidung, mich selbst ernst zu nehmen.
Mich selbst zu spüren.
Mir selbst zu glauben.
Und genau das sehe ich in meiner Praxis.
Ich glaube an jeden Menschen, der zu mir kommt.
Nicht an ein fertiges Konzept – sondern an das Potenzial, das schon da ist.
Und ich sehe, was geschieht, wenn jemand beginnt, seinem eigenen Weg zu vertrauen:
Plötzlich fügen sich Dinge.
Projekte kommen in Bewegung.
Der Körper erinnert sich an seine Kraft.
Manche spüren auf einmal, dass sie mehr Energie haben.
Andere merken, dass alte Symptome sich verändern – ganz sanft, fast wie nebenbei.
Und dann ist da dieser eine Moment:
Wenn ein Mensch wieder an sich glaubt.
Wirklich glaubt.
Ich kann es kaum in Worte fassen –
aber stell dir vor, du könntest zum ersten Mal laufen.
Und du strahlst über das ganze Gesicht.
So fühlt es sich an.
Und jedes Mal, wenn ich dieses Leuchten sehe, bin ich zutiefst berührt.
Es ist nicht weniger als das:
Pure Liebe.
Zum Mitnehmen:
Reflexionsfrage: Wann hast du zuletzt gespürt: Das ist mein Weg – auch wenn andere es nicht verstehen?
Affirmation: Ich übernehme die Verantwortung für mein Leben – mit offenem Herzen und klarem Gefühl.
von Corinne Suter | Apr. 30, 2025 | Kinder & Familie
Raum halten oder aushalten – eine Einladung an Eltern
Kennst du das Gefühl, wenn dein Kind traurig ist, wütet oder sich verschließt – und du am liebsten etwas tun würdest, aber nichts hilft?
Wir Eltern stehen oft genau dazwischen: Wir möchten trösten, helfen, reparieren – doch gleichzeitig spüren wir, dass unsere Kinder manchmal einfach etwas durchleben müssen. Und genau hier beginnt ein feiner, aber entscheidender Unterschied:
Halten wir den Raum – oder halten wir nur aus?
Die Geburt als Metapher
Vielleicht hilft dir dieses Bild:
Bei der Geburt ist oft der Mann oder eine andere nahestehende Person dabei. Sie können den Schmerz nicht nehmen, die Wehen nicht stoppen, das Baby nicht zur Welt bringen – und doch sind sie da. Sie halten die Hand, wischen die Stirn, sprechen leise Worte – oder schweigen einfach.
Sie halten den Raum, ohne etwas zu tun. Ihre bloße Präsenz ist ein Geschenk.
Genau diese Qualität brauchen Kinder – nicht nur zur Geburt, sondern ein Leben lang: in Momenten der Überforderung, der Tränen, des inneren Chaos.
Raum halten bedeutet …
- … präsent sein, ohne zu kontrollieren.
- … sich selbst beruhigen, statt das Kind zu beruhigen.
- … da sein, auch wenn man sich hilflos fühlt.
- … Gefühle zulassen, ohne sie zu bewerten oder zu stoppen.
Raum halten ist keine Technik. Es ist eine innere Haltung.
Aushalten dagegen fühlt sich so an:
- Man will, dass es schnell vorbei ist.
- Der eigene Körper wird angespannt.
- Die Gedanken kreisen: „Ich muss etwas tun!“
- Das Kind wird zum „Problem“, das gelöst werden muss.
Und das spüren Kinder. Sie merken, ob wir bei ihnen sind – oder ob wir in unserem Kopf versuchen, sie loszuwerden, zu regulieren, zu fixen.
Warum es so schwer ist
Raum zu halten fordert uns selbst heraus. Es konfrontiert uns mit alten Wunden, mit Ohnmacht, mit der Angst, zu versagen. Vielleicht hat auch niemand für dich je diesen Raum gehalten. Vielleicht hat man dich beruhigt, getröstet oder allein gelassen – aber nicht einfach nur begleitet.
Ein neuer Weg
Was, wenn du heute beginnen darfst, diesen Raum zuerst für dich zu halten?
Atme.
Spüre deine Füße.
Erlaube dir, nichts zu wissen.
Sei einfach da.
Und weißt du was? Auch ich schaffe es nicht immer, den Raum zu halten.
Manchmal bin ich müde, überfordert oder reagiere zuerst aus meinem alten Muster.
Auch das darf sein.
Auch das gehört zum Elternsein – zum Menschsein.
Es geht nicht um Perfektion, sondern um Präsenz. Um ein liebevolles Zurückkommen. Immer wieder.
Du bist genug.
Reflektionsfrage:
Wann hast du zuletzt einfach nur dagesessen und dein Kind gesehen – ohne zu bewerten, ohne zu helfen, ohne etwas zu tun?
Affirmation:
Ich darf einfach da sein. Mein Herz ist genug.
von Corinne Suter | Apr. 30, 2025 | Allgemein
Kennst du das Gefühl, dass da etwas in dir ruft?
Eine Sehnsucht, ein inneres Wissen, ein Impuls, der sagt: „Da ist noch mehr.“
Vielleicht spürst du das auch – und gleichzeitig diese Angst: Was, wenn ich scheitere? Was, wenn ich zu viel will?
Ich kenne das gut. Und vielleicht hast du – wie ich – schon unbewusst etwas getan, das dich stärker gemacht hat, ohne es zu merken.
Ich habe mir in stillen Momenten Sätze gesagt. Sätze wie: „Ich darf meinen Weg gehen.“ „Ich bin nicht falsch.“ „Ich finde meinen Platz.“
Ich wusste damals nicht, dass das Affirmationen sind. Es war einfach meine Art, mich festzuhalten – in mir.
Und weißt du was? Wenn ich zurückblicke, merke ich:
Immer, wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe – hat es sich irgendwie erfüllt. Vielleicht nicht sofort. Aber immer auf meine Weise.
Deine Superkraft liegt nicht darin, alles zu wissen.
Sondern darin, dir selbst zuzuhören.
Diese kleinen, leisen Sätze ernst zu nehmen, die auftauchen, wenn du ruhig wirst.
Nicht weil sie laut oder perfekt sind. Sondern weil sie echt sind. Weil sie aus dir kommen.
Vielleicht sagst du dir schon lange:
„Ich will etwas bewegen.“
„Ich bin für andere da, aber jetzt will ich auch für mich da sein.“
„Ich darf wachsen – ohne mich zu verlieren.“
Dann bist du schon mitten auf deinem Weg.
Mein Impuls für dich:
Stell dir vor, deine innere Stimme ist deine beste Freundin.
Was sagt sie dir heute? Was flüstert sie, wenn du kurz innehältst?
Und dann: Schreib es auf. Bewusst. Als deinen Satz für heute.
Du musst keine 10 Affirmationen schreiben. Nur diesen einen.
Den, der gerade in dir auftaucht.
Vielleicht ist es dieser:
„Ich darf mir selbst vertrauen – ich trage alles, was ich brauche, bereits in mir.“
Oder deiner klingt ganz anders. Wunderbar.
Denn deine Kraft ist nicht meine – sie ist einzigartig.
Zum Mitnehmen wenn du möchtest:
Reflektionsfrage:
Was habe ich in meinem Leben erreicht, obwohl ich zwischendurch dachte, ich schaffe es nicht?
Affirmation:
Ich bin die, die immer wieder aufsteht – weil mein Herz weiß, wohin ich will.
von Corinne Suter | Apr. 29, 2025 | Allgemein, Kinder & Familie
Wenn Druck die Freude erstickt
Neulich war ich mit meinem Sohn beim Schlagzeugunterricht.
Er liebt Musik – sein Schlagzeugspiel sprudelte bisher voller Freude und Begeisterung. Doch etwas hat sich verändert.
Sein Lehrer – ein sehr bekannter Schlagzeuger – zog im Unterricht plötzlich das Tempo stark an. Die Freude wich einer spürbaren Anspannung. Mein Sohn verlor das Leuchten in den Augen.
Ich suchte das Gespräch und erklärte, wie wichtig mir die Freude am Lernen ist. Doch die Antwort war kühl:
„Ich bin kein Kinderhütedienst.“
Natürlich verstehe ich, dass Anspruch und Förderung wichtig sind.
Aber es ist ein schmaler Grat: Unter zu viel Druck stirbt Begeisterung.
Und ohne Begeisterung bleibt kein Wachstum – nur Frust.
Alte Muster, neue Generation
Leider begegnet mir dieses Muster nicht nur hier.
Im Dorf gibt es einen Sportverein, die sogenannte „Jugi“. Auch meine Tochter war dabei – bis sie keine Lust mehr hatte.
Gruppenstrafen für Vergehen, die sie nicht begangen hatte, sinnlose Strafarbeiten, wenig Verständnis für individuelle Bedürfnisse.
In Gesprächen mit Leitern hörte ich Aussagen wie:
„Du musst Kinder in ein Eisbad stecken, nicht in einen 32-Grad-Pool.“
Mir stockte der Atem.
Noch immer glauben viele, Kinder müssten abgehärtet werden, als wäre Sensibilität ein Makel.
Aber die Kinder und Jugendlichen von heute machen da nicht mehr einfach mit.
Und ich finde: Das sollten wir endlich anerkennen.
Warum handeln viele Erwachsene so?
Vielleicht fragst du dich: Warum begegnen uns Erwachsene wie der Schlagzeuglehrer oder der Jugi-Leiter auf diese Weise?
Warum setzen sie auf Druck, auf Härte, auf alte Methoden?
Ich glaube:
Auch sie sind geprägt von einer Welt, in der Leistung, Anpassung und Durchhalten zentrale Werte waren.
In diesen Strukturen finden sie bis heute Bestätigung und Anerkennung – und das meine ich nicht abwertend oder abschätzig.
Dort, wo sie sich aufhalten, werden sie gesehen. Dort fühlen sie sich richtig.
Und genau darum geht es:
Es ist wichtig, dass sich jeder Mensch dort wohlfühlt, wo er steht.
Wenn jemand seinen Platz gefunden hat und sich dort getragen fühlt, dann ist er am richtigen Ort – unabhängig davon, ob wir persönlich denselben Weg gehen würden.
Es braucht keine Bewertung.
Nur ein liebevolles Anerkennen, dass wir alle auf der Suche sind – nach Zugehörigkeit, nach Sinn, nach einem Platz, an dem wir wachsen können.
Wachsen aus Begeisterung – nicht aus Angst
Ja, das Leben ist nicht immer leicht.
Aber es macht einen großen Unterschied, ob ein Mensch mit innerer Stärke und Freude Herausforderungen begegnet – oder mit gebrochenem Herzen und lähmender Angst.
Wenn Kinder begeistert sind, entwickeln sie sich aus sich selbst heraus weiter.
Dann lernen sie, wachsen sie, tragen Verantwortung – nicht weil sie müssen, sondern weil sie wollen.
Diese Begeisterung entsteht nicht aus Druck.
Sie entsteht, wenn Kinder sich gesehen, ernst genommen und ermutigt fühlen.
Auch wir waren so – und wurden oft nicht gesehen
Wir selbst waren als Kinder nicht anders.
Auch wir waren feinfühlig, eigenständig, kreativ.
Nur wurden wir oft nicht wirklich gesehen oder ernst genommen.
Wer sich anpasste oder einfach weitermachte, wurde vielleicht weniger auffällig –
aber wirklich angenommen waren auch wir nicht.
Viele von uns galten trotzdem als
„schwierig“, „zu laut“, „zu verträumt“, „zu empfindlich“ oder „zu anstrengend“.
Nur wenige Kinder – jene mit besonders starkem inneren Willen – konnten schon damals ihren eigenen Weg gehen.
Die meisten aber haben gelernt, sich zu verbiegen.
Heute spüren wir oft erst als Erwachsene, wie sehr uns das geprägt hat.
Jetzt ist die Zeit, neue Wege zu gehen
Doch jetzt sind wir an einem Wendepunkt.
Die Kinder von heute fordern uns auf, alte Muster zu hinterfragen.
Sie zeigen uns: Es gibt andere Wege.
Wollen wir wirklich, dass sie den gleichen Weg gehen müssen wie wir –
oder geben wir ihnen die Chance, ihre eigene Kraft auf ihre eigene Weise zu entfalten?
Kinder brauchen keinen Eispool.
Sie brauchen echte Begeisterung.
Sie brauchen Erwachsene, die sie nicht verbiegen, sondern begleiten.
✨ Reflektionsfrage für dich:
Wann hast du zuletzt die leuchtenden Augen eines Kindes gesehen – und was war der Grund dafür?
✨ Wenn dich dieser Beitrag berührt hat, freue ich mich, wenn du ihn teilst.
Gemeinsam können wir die Welt ein kleines Stück bewusster und liebevoller für unsere Kinder gestalten. 💛
von Corinne Suter | Apr. 21, 2025 | Allgemein
Gestern sah ich eine Doku über Whitney Houston.
So viel Talent. So viel Schönheit. Und so viel Schmerz.
Ich spürte: Sie war nicht nur ein Star – sie war ein Mensch, der vielleicht nie ganz er selbst sein durfte.
Zu viel Erwartung. Zu wenig Raum, einfach zu sein.
Kurz darauf erinnerte ich mich an Gespräche, die in letzter Zeit an mich herangetragen wurden.
Da fiel auf: Die Generation Z geht kaum noch in den Ausgang, trinkt weniger.
„Wie sollen die sich denn mal auskotzen?“, fragte jemand.
Und ich dachte:
Vielleicht müssen sie das nicht mehr.
Vielleicht beginnt bei ihnen etwas, das wir früher nicht gelernt haben:
Fühlen – statt betäuben.
💭 Was ist eigentlich los mit uns?
Es ist kein Zufall, dass Psycholog:innen und Therapeut:innen überlaufen sind.
Dass so viele Menschen an innerer Unruhe, Ängsten oder Leere leiden.
Und nein – das ist nicht „schlecht“.
Das ist ein Zeichen.
Ein leiser Aufschrei, der sagt:
Ich kann so nicht mehr. Ich will echt sein.
Ich glaube, wir leben in einer Zeit, in der die Wahrheit nicht mehr weggesperrt werden kann.
Und wer den Mut aufbringt, hinzuschauen, darf etwas Unglaubliches erleben:
Befreiung.
Ich kenne das.
Ich bin diesen Weg selbst gegangen – und gehe ihn noch.
Ich habe mich meinen Ängsten gestellt.
Immer wieder.
Und irgendwann spürte ich:
Darunter liegt Leichtigkeit. Wahrheit. Leben.
Vielleicht bin ich deshalb heute hier.
Nicht weil ich alles gelöst habe.
Sondern weil ich weiß, wie sich dieser erste Schritt anfühlt.
Und weil ich sehen darf, was passiert, wenn wir ihn wagen.
🎁 Dein Geschenk zum Mitnehmen:
Reflektionsfrage:
Wovor weiche ich immer wieder aus – und wie würde es sich anfühlen, genau dort ehrlich hinzuschauen?
Affirmation:
Ich habe den Mut, meine Wahrheit zu fühlen. In meinem Tempo. In meinem Raum. Ich bin sicher.
von Corinne Suter | Apr. 21, 2025 | Allgemein
Ich weiß nicht, wer du bist.
Ich weiß nicht, wie du auf diese Zeilen gestoßen bist.
Aber irgendetwas in mir flüstert: Du bist genau richtig hier.
Vielleicht fühlst du gerade viel.
Vielleicht bist du müde vom Funktionieren.
Vielleicht suchst du – ohne zu wissen, wonach genau.
Oder du weißt es ganz genau, aber es fühlt sich noch zu groß an, um es auszusprechen.
Ich schreibe das nicht, weil ich alles weiß.
Ich schreibe, weil ich auch gehe.
Weil ich fühle.
Weil ich mich erinnere.
Dass es einen Ort in uns gibt, der immer still war –
aber nie weg.
Einen Raum, in dem wir echt sind, bevor die Welt uns gesagt hat, wie wir sein sollen.
In meiner Arbeit geht es nicht um Konzepte.
Nicht um „richtig“ oder „falsch“.
Es geht ums Erinnern.
An das, was du längst in dir trägst.
Ob du Mutter bist, Unternehmerin, Suchende oder einfach du selbst –
du bist nicht allein.
Vielleicht magst du ein Stück mit mir gehen.
Still. Wahrhaftig. Und frei.
Das wollte ich dir heute sagen.
Hab einen wundervollen Tag!